Löwen­mensch – Fabel­we­sen aus dem Weltkul­tur­er­be als Großskulp­tur

Großskulp­tur im öffent­li­chen Raum

Am Orts­ein- und ‑ausgang der Gemein­de Assel­fin­gen markie­ren drei monumen­ta­le Skulp­tu­ren einen beson­de­ren kultu­rel­len Akzent. Die Löwen­men­schen, inspi­riert von einem der ältes­ten bekann­ten Kunst­wer­ke der Mensch­heit, verbin­den archai­sche Symbo­lik mit moder­ner Werkstoff­tech­nik.

Der Löwen­mensch – ein Misch­we­sen aus Mensch und Tier – gilt als ikoni­sches Fabel­we­sen aus der Eiszeit und ist Teil des UNESCO-Weltkul­tur­er­bes der Höhlen­kunst der Schwä­bi­schen Alb. Diese histo­ri­sche Bedeu­tung bildet die inhalt­li­che Grund­la­ge für die zeitge­nös­si­sche Umset­zung als Großskulp­tur im öffent­li­chen Raum.

Materi­al­wahl: Polyes­ter und Glasfa­ser im Skulp­tu­ren­bau

Für die Reali­sie­rung der Skulp­tu­ren fiel die Wahl bewusst auf glasfa­ser­ver­stärk­ten Kunst­stoff (GFK) auf Polyes­ter­ba­sis. Polyes­ter ist ein bewähr­ter Werkstoff, der sich durch seine hohe Witte­rungs­be­stän­dig­keit, Robust­heit und Formsta­bi­li­tät auszeich­net.

Gerade im Außen- und Nassbe­reich – etwa im Yacht- und Boots­bau – ist GFK seit Jahrzehn­ten unver­zicht­bar. Diese Eigen­schaf­ten machen den Werkstoff auch für großfor­ma­ti­ge Kunst­ob­jek­te ideal: langle­big, vergleichs­wei­se leicht und zugleich wirtschaft­lich reali­sier­bar.

Herstel­lung der Glasfa­ser­skulp­tu­ren

Für das Projekt Löwen­mensch wurden zunächst Formen aus Hartschaum präzise gefräst.

Die Skulp­tu­ren selbst entstan­den Schicht für Schicht in Handla­mi­nat-Technik aus Polyes­ter­harz und Glasfa­ser. Nach dem Laminie­ren folgten mehrere Arbeits­schrit­te: Spach­teln, Füllern und Schlei­fen, bis die charak­te­ris­ti­sche, ruhige Oberflä­che der Figuren erreicht war. Den Abschluss bildete die Lackie­rung der Skulp­tu­ren.

Dank der mehrtei­li­gen Formge­bung visua­li­sie­ren die Figuren bewusst den Entste­hungs­pro­zess aus dem Stoßzahn – eine gestal­te­ri­sche Anleh­nung an das origi­na­le eiszeit­li­che Kunst­werk.

Sechs Fabel­we­sen in drei Monaten

Inner­halb von nur drei Monaten entstan­den bei Waltl Design insge­samt sechs unter­schied­li­che Fabel­we­sen. Jede Skulp­tur besitzt eine Höhe von rund 2,50 Metern und wirkt trotz ihrer Monumen­ta­li­tät ruhig und geschlos­sen in der Form.

Die Umset­zung der Großskulp­tu­ren basiert auf bewähr­ten Faser­ver­bund-Ferti­gungs­ver­fah­ren aus CFK und GFK, wie sie bei Waltl Design auch in anderen Projek­ten – unter anderem im Schau­stel­ler- und Sonder­fahr­zeug­bau sowie in Sandwich­bau­wei­sen für den Leicht­bau – zum Einsatz kommen.

Die ferti­gen Großskulp­tu­ren prägen heute als markan­te Kunst­ob­jek­te die Ortsein­fahrt und den Ortsaus­gang von Assel­fin­gen, einer Gemein­de am Rand der Schwä­bi­schen Alb, und schaf­fen dort eine unver­wech­sel­ba­re visuel­le Identi­tät.

Großskulpturen „Löwenmensch“ aus GFK und Polyesterharz am Orts­ein- und -ausgang von Asselfingen

Kunst­ob­jek­te aus Polyes­ter­harz
ein Artikel in der Zeitschrift „Kunst­stof­fe“ 

Kunst­ob­jek­te aus Polyes­ter­harz

Das Projekt Löwen­mensch zeigt eindrucks­voll, wie sich histo­ri­sche Motive, zeitge­nös­si­sche Gestal­tung und moderne Faser­ver­bund­tech­nik mitein­an­der verbin­den lassen. Kunst­ob­jek­te aus Polyes­ter­harz eröff­nen dabei große gestal­te­ri­sche Freihei­ten – von filigra­nen Details bis hin zu langle­bi­gen Großskulp­tu­ren im öffent­li­chen Raum.

Besprechung im Kreis der Löwenmensch-Skulpturen der bei Waltl Design

Bespre­chungs­run­de während der Projekt­pha­se:

Die Löwen­men­schen halten Meeting mit Herrn Waltl und holen sich letzte Infor­ma­tio­nen zu Form, Oberflä­che und Aufstel­lung.